Schlagwort-Archiv: 2012

Soul Calibur V

22 Feb Soul Calibur 5

Soul Calibur blieb seinen Wurzeln schon immer treu und das ist es, was die Fans an dieser Reihe von Namco Bandai besonders mochten.  Nicht nur den Vorgängern blieb die Reihe treu, sondern gleichzeitig schafften es die Entwickler jedesmal neue Elemente einzubauen, die dem Spiel-Erlebnis immer einen draufsetzten und es verbesserten. „Soul Calibur V“ jedoch, zieht diesmal die wohl größte Änderung mit sich, die die Reihe je erfahren musste.

Die Geschichte ist 17 Jahre nach den Geschehnissen vom vierten Teil angesiedelt. Deshalb hat sich auch der Hauptprotagonist der Serie geändert. Mit seinen 39 ist Siegfried Schtauffen nun nicht mehr der Führer des legendären Soul Calibur. Diese Ehre gebührt nun Patroklos Alexander, Tochter von Sophitia und mit ihm kommen noch eine ganze Reihe weiterer Neulinge in die Kämpferriege hinzu. Gleichzeitig müssen dafür aber auch eine ganze Reihe alter Veteranen das Feld verlassen. Mit Charakteren wie Leixia, Natsu und Xiba kommen zum Beispiel Ersatzfiguren für Xianghua, Taki und Kilik. Während diese den Stil ihrer Vorgänger übernommen haben, bringen sie dazu noch einige ihrer eigenen Moves mit ins Spiel. Auch komplett neue Moveset sind im Spiel vertreten. Darunter Z.W.E.I. und Viola, deren Kampfstile einen etwas angehauchten magischen Touch haben und dem kompletten Cast etwas Abwechslung verschaffen, auch wenn es auf den ersten Blick etwas „unpassend“ wirkt.

Viele Altbekannte Gesichter sind wieder mit dabei. Darunter Mitsurugi, Tira, Ivy, Astaroth und Maxi. Bei einem Zeitsprung von 17 Jahren erwartet man, dass einige sich ziemlich stark verändert haben, aber das Gegenteil ist hier der Fall. Vielleicht hatte ich zu viele Erwartungen bezüglich des Charakterdesign, aber bei gewissen Charakteren hätte man mehr erwartet (Ja, ich schau dich an, Maxi!). Obwohl die Designs der Charaktere sich nicht großartig stark von SC IV verändert haben, sehen die Figuren einfach fantastisch aus. Der Vorgänger überzeugte bereits mit den fantastisch-aussehenden Charakteren, aber „SC V“ schafft es den Vorgänger in Sachen Grafik leicht zu übertrumpfen und man kann mit Sicherheit behaupten, dass „Soul Calibur V“ das wohl schickste und bestaussehende Beat’em Up bisher ist. Die Charaktermodelle, die Präsentation, die Hintergründe/ Arenen und die Lichteffekte sehen einfach großartig aus.

Aber heutzutage ist Grafik natürlich nicht alles. Also was gibt es in „Soul Calibur V“ zu entdecken? Ein kurzweiliges Vergnügen bereitet der Story Mode, der in knapp 20 Kapitel aufgeteilt ist, aber bereits in ca. einer Stunde durchgespielt ist. Im Story Mode dreht es sich hauptsächlich nur um Patroklos, seine Schwester Pyrrha und Z.W.E.I.. Held Patroklos versucht dabei seine seit der Kindheit verloren gegangene Schwester zu finden. Diese wird derweil von Tira für dunkle Machenschaften genutzt. Zwar tauchen einige Charaktere in der Story auf, man übernimmt aber nur die Kontrolle von den drei oben genannten. Einige Charaktere kommen in der Story gar nicht auf und ein Großteil nur sehr spärlich. Die Story wird dabei hauptsächlich durch simple Zeichnungen in einem Buch erzählt. Ab und zu lockert eine Zwischenszene das ganze ab. Es ist recht schade, dass ein so schönes Spiel hauptsächlich durch Zeichnungen erzählt wird. Die Story an sich ist solide und einigermaßen interessant, aber dafür auch kein Meilenstein und sehr vorausschaubar. Der Story Mode lässt viel zu wünschen übrig, vorallem, weil es keine individuellen Enden für jeden der Charaktere im Arcade Mode gibt, wodurch manche Charaktere überhaupt keine Story relevante Verbindung zum Ganzen aufbauen können. Vergeudetes Potenzial.

Abseits davon bietet der „Schnellkampf“ Abwechslung für Zwischendurch, denn hier gilt es viele vom Computer erschaffene Charaktere oder altbekannte Charaktere zu besiegen, um Titel einzuheimsen. Von diesen gibt es eine Menge und ein Großteil der Gegner ist nicht leicht zu besiegen. Somit ist etwas Wiederspielwert gegeben. Daneben gibt es noch den „Legendären Seelen“ Modus, welcher quasi ein „Boss Mode“ ist. Unfair und schwer und macht mir persönlich keinen Spaß. Wirklich nur was für hartgesottene Beat ´em Upler und Soul Calibur Profis. Standard-Modi, wie Zeitkampf, Teamkampf oder Überleben fehlen komplett. Auch fehlt so ein weiterer epischer Modus wie der „Waffenmeister Modus“ (SC II) oder „Tower of Lost Souls“ (SC IV), der den Einzelspielermodus um einiges aufgewertet hat.

Deshalb verbringt man den meisten Teil zum einen doch eher Online. Kurz gesagt ist der Online-Modus im Vergleich recht standardmäßig geblieben. Wie immer gibt es Ranglisten-Kämpfe und Mehrspieler-Kämpfe. Während man bei Ersteren gegen einen Unbekannten antreten muss um Ränge aufzusteigen, dient Letzteres eher zum Spaß in der Gruppe. In einem Raum können bis zu 6 Spieler teilnehmen und zwei Kämpfen jeweils gegeneinander, während der Rest zuguckt und kommentiert. Dabei kann der Raum privat eingestellt werden oder für jeden öffentlich zugänglich gemacht werden.

Eine nette Neuerung ist das „Kolosseum“ in denen eine ganze Reihe an Spielern in einen Raum zusammen kommen kann. Quasi wie eine Lobby kommen hier alle zusammen, chatten miteinander, fordern andere heraus oder nehmen an kleinen „Wettkämpfen“ teil (z.B. gegen einen zufälligen anderen Spieler kämpfen).

Auch das Gameplay erfuhr einige Neuerung, die die Fans in zwei Parteien spaltet. Zum einigen gibt es die „Kritische Energie“ neben dem Lebensbalken. Typisch wie in anderen Beat em Ups lädt sich die Leiste durch Treffer und Angriffe immer weiter auf und hat dabei eine Mehrzweck-Funktion. Zum einen lassen sich damit die „Kritische Klinge“, eine Art Super-Special-Move mit besonderen Kameraperspektiven und schicken Effekten, ausführen. Etwas schwächer ist die „Kühne Klinge“, die eine verstärkte Version eines normalen Angriffs darstellt und außerdem benötigt der „Guard Impact“, bereits aus den Vorgängern bekannt, nun auch Energie. Die Kämpfe bleiben der Reihe aber treu: Absolut fiese und schicke Moves/ Combos, schnelle und unkomplizierte Kämpfe und alles unterlegt mit einem großartigen orchestralen Soundtrack. Eingefleischte Fans werden aber etwas verdutzt sein, weil auch die alteingesessenen Charaktere teilweise große Veränderungen gameplaymäßig durchmachen mussten (z.B. Mitsurugi).

Soul Caliburs „Erstellungsmodus“ ist schon seit einigen Vorgängern ein kleines „Highlight“ im kompletten Game. Kein Erstellungsmodus ist so detailliert und ausgefeilt wie der von Soul Calibur und auch im neuesten Teil kommt dieser mit einigen Neuerungen auf. Zum einen kann die Größe und Proportion der Charaktere verändert werden, womit auch übergewichtige Charaktere erstellt werden können. Einzelne Gliedmaßen können dabei auch nach Lust und Laune proportioniert werden und selbst die Waffe und der Waffenschweif können farblich verändert werden. Dazu kann man dem Charakter nun auch mit Sticker, Muster und anderen Objekten bestücken. Die Auswahl ist riesig und die Möglichkeiten fast unbegrenzt. Es ist sogar möglich mit Leichtigkeit Charaktere aus anderen berühmten Franchises zu erstellen wie dieser Blog wunderbar darlegt. Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber sehr viele neue Objekte gibt es irgendwie nicht im Vergleich zum vierten Teil, aber vielleicht liegt das nur daran, dass ich noch nicht mal annähernd alles freigeschalten habe. Wer will kann auch die Originalcharaktere bekleiden oder farblich umgestalten. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt!

Namco Bandais epischer Waffenprügler ist definitiv kein schlechtes Spiel. Jedoch wirkt der Titel in manchen Ecken und Kanten unausgereift und unfertig. Besonders der Einzelspieler-Modus ist sehr schwach ausgereift und bietet nicht mehr die Abwechslung, die alle Vorgänger boten. Man hat einfach zu schnell alles gesehen. Die meiste Abwechslung entsteht dadurch hauptsächlich online, zu zweit oder im Erstellungsmodus und selbst Gaststar Ezio Auditore di Firenze, der sich wunderbar in den Charaktercast mischt, ist nur ein nettes Feature von den Entwicklern, der den harschen Charaktercut von vielen Fan-Lieblingen wie unter anderem Zasalamel, Talim, Amy, Yun-Seong und Seong-Mi-na aber nicht gut macht. Oh, warum mussten sie uns verlassen?!

8,0 von 10,0 – Es spielt sich großartig und auch die Präsentation ist absolut gelungen. „Soul Calibur V“ gehört definitiv zu den besten Beat em Ups bisher, auch wenn es in gewissen Punkten ziemlich schwach ausfällt.

IT’S A SNAP!

20 Feb it's a snap

Words cannot describe …

Absolut lustiger, cooler, abstruser, mutiger, verrückter und ekliger Werbespot für das Central Institute of Technology im Westen Australiens. Es fängt alles hübsch an, aber das Ende! Das ENDE! Großartig und besonders noch großartiger, weil es diese Universität wirklich gibt und dieser Werbespot scheinbar ernsthaft gemeint ist. Die beiden Jungs Henry Inglis und Aaron McCann spielen ihre Sache einfach fantastisch. Mehr davon. Hihi.

Die Uni kommt jetzt auf meine Liste potenzieller Unis für ein Auslandssemester.

[via Doobybrain]

Inception Park

20 Feb Inception Park

Ein sehr sehr SEHR stark an das “High Wheel” erinnernde Projekt. Anstatt ein Riesenrad ohne Gerüst haben wir diesmal Achterbahnen und andere Attraktionen komplett ohne Gerüst und das auch noch direkt in den Straßen von Buenos Aires! Das Projekt wurde von Fernando Livschitz (Black Sheep Films) geleitet und im Vergleich zum “High Wheel”-Projekt ist die Umsetzung hier nochmal einen Zacken besser gelungen. Ausgesprochen gut!

[via Colossal]

Toi Toi

17 Feb Toi Toi

Ungern will ich heute am Shortfilm-Freitag auf einen komplett animierten Kurzfilm verzichten. :)

Deshalb präsentiere ich euch den Kurzfilm “Toi Toi” von sieben frisch graduierten “Digital Animation”-Studenten aus der The One Academy in Malaysia. Zusammen haben sie dann die “OLD BOYZ STUDIO” gegründet und nun haben sie ihren ersten Short fertig.

Toi Toi lautet der Name des Oktopusses, den der kleine 8-Jährige Junge Ah Dian in einem verdreckten Schuppen findet und schnell entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. Leider scheint diese Freundschaft zu zerbrechen, als ein grimmiger, alter Mann dagegen ist und die beiden versucht einzufangen. was danach kommt ist eine lustige und spannende Verfolgungsjagd.

“Toi Toi” ist ein Animationsfilm der klassischen Art und damit auf jeden Fall sehenswert. Schöne Animationen, tolle Charaktere, eine simple Story, aber mit viel Herz & Moral und der Humor ist auch vorhanden. Was will man mehr?

[via Kuriositas]

Moving Takahashi

17 Feb Moving Takahashi

“Moving Takahashi” handelt über einen Umzugshelfer, der – während er das ganze Mobiliar aus einem ziemlich noblen Haus ausräumt – plötzlich die Tochter der Hausbesitzer trifft. Diese hat sich aber wenige Minuten zuvor eine Überdosis an verschiedenen Pillen eingenommen und jetzt bleiben ihr nicht mehr viele Minuten bis zum Tod…

Der Film von Josh Soskin glänzt mit einem interessanten Konzept und überzeugt mit einer wunderbar gelungenen Umsetzung. Die beiden Schauspieler Boyd Holbrook und Kristin Malko spielen ihre Rollen wirklich gut, sodass der Zuseher bis zum Ende am Draht bleibt. Was aber am meisten fasziniert sind die wunderschönen Bilder und Motive mit ihren tweilweise sehr schönen, warmen Farben.

[via Short of the Week]

My Flea Has Dogs

15 Feb My Flea Has Dogs

Das Animationsstudio Mukpuddy beweist, dass die Liebe zum Cartoon-Stil aus den 20ern nie verstauben wird. Das zeigen sie deutlich mit diesem wunderbar liebevoll gestalteten schwarz-weiß Cartoon-Musikvideo zum Song “My Flea Has Dogs” vom Musiker mit dem interessanten Namen Caspar Babypants. Ist nicht schwer zu erkennen, dass es sich hierbei um ein Interpreten für Kinderlieder handelt. :)

Kinderlieder hin oder her, Mukpuddy hat großartige Leistung für Babypants’ Musikvideo abgeliefert. Tolle Animationen und einige Referenzen lassen das Nostalgie-Herz höher schlagen und der Song ist eigentlich gar nicht übel. Zum mitwippen regt er einen schon an. :P

[via The Autumn Society]

Mr. Happy Man

15 Feb mr. happy man

Der auf den Bermuda-Inseln lebende Johnny Barnes ist inzwischen 88 Jahre alt, doch das hält den guten, liebevollen Mann nicht davon ab jeden Wochentag für sechs Stunden an einem Kreisverkehr in der Hauptstadt der Bermuda-Inseln, Hamilton, zu stehen und alle vorbei kommenden Fußgänger, Auto- und Mopedfahrer einen schönen Morgen zu wünschen, sie liebevoll zu begrüßen und “I love you!” zuzurufen. Der auch liebevoll genannte “Mr. Good Morning” oder  “Man with a smile” wirft den Vorbikommern auch sehr gerne Küsschen zu.

“Mr Happy Man” ist eine kurze Dokumentation über eben diesen illustren Mann und sein tägliches Ritual Jedem am Morgen den Tag zu versüßen. Er ist zu einer Berühmtheit geworden und selbst eine Statue wurde ihm zu ehren errichtet. Der Film entstand unter der Leitung von Matt Morris, der auch schon andere schöne Mini-Dokus gedreht hat.

Die Doku kommt mit wunderschönen Bildern und gibt einen wirklich liebevollen Einblick in den Alltag von Johnny, was jedem Zuseher nicht nur rühren, sondern auch ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern wird. Toll erzählt, wunderbar präsentiert und ich möchte jetzt den netten Herren gerne kennenlernen & ihn ganz feste knuddeln.

Auch heute noch ist “Mr. Good Morning” am Kreisverkehr zu finden und verteilt seine Liebe an alle anderen weiter. Egal ob bei Regen oder Sonnenschein, von 4 Uhr morgens bis 10 Uhr morgens kann man ihn an der Crow Lane in der Nähe von Hamilton finden.

[via Laughing Squid]

Aqua

10 Feb Aqua

17 Jahre alt ist Gints Zilbalodis, der nun anderthalb Jahre an seinen Kurzfilm “Aqua” gearbeitet hat. Und auch wenn Gints noch recht jung ist, kann sich sein Kurzfilm mehr als nur sehen lassen. Es macht sogar den großen, aufwendigen Produktionen Konkurrenz, wenn vielleicht nicht unbedingt von den Animationen her, aber vom Storytelling, Directing, Editing, Sound Composing und den (Licht)Effekten allemal!

“Aqua” erzählt eine liebevoll gestaltete Geschichte von einer Katze, die sich urplötzlich umzingelt von Wasser wiederfindet und nun mit aller Kraft ums Überleben kämpfen muss.

Für sein junges Alter muss man ehrlich zugeben, dass Gints echt Talent hat. Ich hoffe sehr auf weitere Werke von ihm. Der Film vereint einen schicken, traditionellen 2D-Animationsstil mit absolut famosen Licht- und anderen Effekten. Dazu noch wirklich passende Musik, die die Atmosphäre perfekt unterstreicht. Unbedingt angucken!

[via The Animation Blog]

The Man Who Lived On His Bike

6 Feb the man who lived on his bike

Guillaume Blanchet fährt sehr gerne mit seinem Fahrrad, genauso gern wie es sein Vater tut. Der zurzeit in Montréal lebende Copywriter hat seinem Vater zu Liebe ein Video gedreht, genannt “The Man Who Lived On His Bike”. In diesem Video zeigt Guillaume auf lustige Art und Weise wie es ist das ganze Leben auf seinem Fahrrad zu verbringen. Auch wenn das alles unglaubwürdig und sonst was ist, lässt sich erkennen, dass es viel Arbeit gekostet hat, dieses Video zu machen und das Resultat kann sich wirklich sehen lassen! Sehr spaßiges Video!

[via Laughing Squid]

A Long Descent

3 Feb A Long Descent

Sehr sehr mysteriös, aber gleichzeitig auch ziemlich einmalig ist der Shortfilm von Alex Dunford. In “A Long Descent” geht es um einen Jungen, der halt fällt … und das sehr lange. Dabei ist es natürlich interessant was für “Welten” er dadurch passiert. Zwar sind die Animationen etwas simpel, aber die gelungenen Texturen und die wirklich passende Musik reichen komplett aus, um zu überzeugen. Hier wird wieder viel Platz für Interpretationen gelassen. Klasse Atmosphäre, simples aber gutes Storytelling und die Animationen sind mal eine gelungene Abwechslung zu anderen Shortfilms!

[via Olly]

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